Buchliebe Teil 2

Heute war es dann endlich soweit und die kleine Reise durch die umliegenden Buchhandlungen und Antiquariate konnte beginnen. Auf der Suche nach kleinen Schätzen, kam ich ehrlich gesagt aus dem Staunen kaum raus und war regelrecht fasziniert von den vielen alten Büchern, die ich mich manchmal kaum anzufassen getraut habe. Drei Bücher habe ich mit nach Hause gebracht unter ihnen auch ein wirkliches Schätzchen, aber dazu später...


Zuerst einmal zu den anderen beiden Fundstücken:

Das Wunder von Dublin“ von Mary Breasted – daran konnte ich nicht vorbeigehen!
Als absoluter Irland-Fan war es schon fast ein Muss dieses Buch mitzunehmen. Nicht zuletzt ist es für mich vielleicht auch nochmal ein kleiner Einblick/Eindruck den ich von Irland und seinen Bewohnern bekommen kann, da ich ja derzeit noch an meinem Roman schreibe, der genau dort, auf der grünen Insel spielt.

Das zweite Fundstück ist „Bergers Fall“ von Jan Koneffke.

Von der Prosa Koneffkes geht eine suggestive Kraft aus.“ - so schreibt es DIE ZEIT. Ganz klar, ich musste einen Blick in das Buch wagen.

Spannend erzählt Bergers Fall von einer Suche, die mit dem Gesuchten auch immer dem Suchenden selbst gilt, über die er zu stolpern, zu fallen droht.“ - „Die Geschichte entzieht sich eindeutigen Festlegungen. Im kunstvollen Wechsel zwischen nüchterner Alltagssprache und einer romantischer Innerlichkeit nachempfundenen Diktion verwischt Koneffke die Grenzlinien zwischen empirischer Wirklichkeit und der Imagination. Auch beim Leser geraten bald die Koordinaten des alltäglichen Weltverständnisses durcheinander.“ - ich war überzeugt und freue mich auf ein Durcheinander meiner Koordinaten!

Der dritte Fund, das echte Schätzchen, ging eigentlich mehr auf die Kappe meiner ebenso nach Büchern verrückten Freundin, sie sah das kleine alte Büchlein und stellte fest : Gedichte, das wär' doch was für Lisa...
Tja, was soll ich sagen?! Ganz bedacht und vorsichtig hielt ich schließlich diesen kleinen Gedichtband in den Händen und blätterte langsam ein paar Seiten um.

Sämmtliche Gedichte.“ von Schubart aus dem Jahre 1842 lag in meinen Händen und in mir stieg die Aufregung zunehmend. Ich kann nichts dagegen tun, ein paar Zeilen darin gelesen und ich war buchverliebt. Hinzu kommt der symbolische Wert, einen alten Gedichtband in den Händen zu halten – ein Gefühl, für mich als Lyrik liebenden Menschen, kaum zu beschreiben.

Ein toller Tag neigt sich dem Ende zu und die neue Woche hätte nicht besser starten können :)

Bis bald

eure Lisa

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Kommentare: 1
  • #1

    Nicky (Montag, 20 Oktober 2014 20:15)

    Liebe Lisa,

    ja, da haben wir heute echt was zu sehen bekommen und ich hätte einiges mit nehmen können. Von außen hat mich dein kleiner Schatz ja auch überzeugt, aber letztendlich ist der Inhalt nicht meins. Da macht mich meine kleine Sammlung "Brüder Grimm - Die Hausmärchen" glücklicher und ich kann bei unserer nächsten Tour nach den beiden anderen Teilen suchen! :)

    Wer weiß was uns beim nächsten mal erwartet, wahrscheinlich kommen wir aus dem staunen wieder nicht raus und haben ganz große funkelnde Augen :)

    LG
    Nicky

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