BuchBlog: "ES MUSS BRENNEN" von MART SCHREIBER

>>Seit der Silvesternacht in Köln wird immer wieder über sexuelle Übergriffe von Migranten berichtet. Willkommenspolitik prallt auf den Ruf nach Abschottung, Verständnis auf Hass, der Glaube an eine gemeinsame Zukunft auf Angst vor Jobverlust und zunehmender Kriminalität. Die zwei Geschichten in diesem Buch spielen vor dem Hintergrund dieses gesellschaftlichen Umbruchs, ohne zu bewerten oder zu moralisieren.<<

Die zwei Erzählungen aus dem Buch „Es muss brennen“ von Mart Schreiber regen sehr zum Nachdenken an. Die heutige Problematik wird hier in zwei Geschichten aus den verschiedenen Blickwinkeln aufgezeigt und thematisiert. Allen voran sind immer die Vor- urteile, die mit dieser Thematik und dem daraus resultierenden Umgang einhergehen.

Die erste Geschichte Es muss brennen erzählt von David, dessen Schwester von drei afghanische Asylwerbern fast vergewaltigt worden wäre. Aus dieser negativen Erfahrung entwickelt sich bei dem jungen angehenden Juristen David ein Hass, der schließlich voller Reue tödlich endet.
Eine Geschichte, die mich besonders dadurch bewegt hat, dass der Hass zu Taten verführen kann, die menschlich eigentlich nicht der moralischen Vorstellung entspricht und in diesem Fall David in die ausweglose Situation führt Reue zu empfinden und am liebsten die Zeit zurück drehen zu wollen.
Hass und die daraus resultierenden Taten sind eben doch nicht das, was schließlich Zufriedenheit bringt…  

Finderlohn ist die zweite Erzählung in diesem Buch und erzählt von dem Geschäftsmann Gustav, der einer illegal eingewanderten und flüchtigen Familie über die Grenze von Österreich nach Deutschland verhilft. Er bietet ihnen einige Tage Unterschlupf und folgt trotz den geltenden Gesetzen seinem Herzen und seinem Verständnis von einem GLEICHEN Miteinander. Ausgelöst durch den kleinen Hassan, dem er ursprünglich bloß den Finderlohn für die Rückgabe seines verlorenen Geldes geben wollte.

Ich möchte meine politische Meinung nicht zu umfangreich äußern und ich möchte durch meine Meinung und Beurteilung dieser aktuellen Thematik keine Diskussionen auslösen, dennoch finde ich, dass sich ein jeder viel mehr Gedanken um diese Thematik machen sollte. Ich finde, jeder Mensch sollte gerecht und als gleich behandelt und gesehen werden. Es gibt gute und böse Menschen, ganz gleich welcher Nationalität sie sind… und ganz gleich welche Hautfarbe, Sprache der Mensch hat und spricht, es sind alle Menschen gleich… in uns allen fließt Blut und wir leben alle gemeinsam auf dieser Erde… und wäre es nicht viel sinnvoller eine friedliche Gemeinschaft zu bilden um dem Terror und Krieg die Stirn zu bieten? Muss man alles und jeden ständig bekämpfen, der nicht die Meinung teilt, einen anderen Glauben hat oder anders aussieht?

Infos zum Buch:
ES MUSS BRENNEN von MART SCHREIBER
ISBN:
978-1535183451

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