BuchBlog: "ICH WERDE NICHT RUHEN" von Alexander Hartung

ICH WERDE NICHT RUHEN von ALEXANDER HARTUNG

 

Wollen Sie mich zu einem Mord begleiten? Ich meine einen richtigen Mord. Nichts Virtuelles, keinen Rufmord oder so was. Das ist auch keine Metapher. Ich rede davon, einen Menschen zu töten. Bitte ersparen Sie mir eine Moralpredigt. Ich weiß, was ich tue.
Nicht jeder, der tötet, ist gleich ein Wahnsinniger.
Vielleicht hat der Mann auch den Tod verdient. Möglich wäre es doch. Was sagen Sie? Wollen Sie mitkommen? Aber dann gibt es kein Zurück.
Überlegen Sie es sich gut.

Mit diesen Worten beginnt der Thriller „Ich werde nicht ruhen“ von Alexander Hartung und spiegelt eigentlich genau das wieder, worum es sich hier in diesem Buch dreht. Gemeinsam mit Carl übt man hier Rache und das ist bis ins kleinste Detail ausgetüftelt. Vom Täter höchst persönlich bekommt man hier beschrieben wie er vorgeht und natürlich erfährt man auch einiges über die Hintergründe, die sich allerdings erst langsam offenbaren. Neben der besonderen Perspektive – eben aus der des Täters – aus der die Geschichte hier erzählt wird, ist für mich eben auch dieses Stück für Stück voranschreitende Erfahren der Hintergründe sehr fesselnd gewesen, die Carl zu seiner Rache trieben. Manches Mal kam mir Carl psychisch völlig durchgedreht vor und dann wiederum total klar. Durch dieses Wechselhafte war ich mir bis zum Schluss eigentlich kaum sicher, wer er wirklich ist und das machte ihn gerade in der Täterrolle nochmal ein Stück interessanter.
Einen kleinen Punktabzug gebe ich dennoch, denn es fiel mir nicht so leicht, mich in diese Perspektive einzufinden, zumal Carl sehr distanziert und manchmal fast stumpf erzählt, wie er vorgehen wird. Darauf musste ich mich erstmal einlassen ;)

Fazit:
Trotz kleiner Anlaufschwierigkeiten ein meiner Meinung nach gelungener Thriller, der gerade aus der Perspektive des Täters mal ein ganz neues Lesevergnügen bietet!


Infos zum Buch:
ICH WERDE NICHT RUHEN von ALEXANDER HARTUNG
Verlag:
Edition M
ISBN:
978-1503943520

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